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Instationär gekoppeltes Wasserhaushaltsmodell der Oberflächengewässer und Grundwasserleiter

Zur Beurteilung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt werden ein Oberflächen- und ein Grundwassermodell als Wasserhaushaltsmodell gekoppelt. Vom Teilprojekt FE-5.2 wurden zunächst die hydronumerischen Teilmodelle für den "Grundwasserkörper Fuhse-Wietze" erweitert, instationär kalibriert sowie der Status quo simuliert. 

Oberflächenwassermodell

Im Zuge der Kalibrierung des Oberflächenwassermodells durch das Ing. Büro Matheja wurden u.a. die verfügbaren Abfluss-Wasserstands-Beziehungen verifiziert sowie diverse Modellerweiterungen vorgenommen. Die Abbildung 1 zeigt die Güte der Anpassung des Oberflächenwassermodells, das eine Prognose der Wasserstände mit einer Genauigkeit von +/- 5 cm zulassen wird.

Abb. 1: Simulierte Wasserstände am Pegel Reuterdamm (Wietze) 

Grundwassermodell

Ein Ergebnis der Bestandsaufnahme im Rahmen der Kalibrierung des Grundwassermodells durch das Ing. Büro H.-H. Meyer zeigt die Abbildung 2 mit der Darstellung des mittleren Flurabstandes des Grundwasserkörpers Fuhse-Wietze.


Abb. 2: Langfristig mittlerer Flurabstand im Grundwasserkörper Fuhse-Wietze
 

In das Grundwassermodell sind u.a. auch die Erkenntnisse zum Speichervermögen des Untergrundes aus einem - in einem Pilotprojekt parallel durchgeführten - großmaßstäblichen Versickerungsversuch integriert worden. Durch diesen Feldversuch konnte nachgewiesen werden, dass die Aufnahmefähigkeit des Untergrundes ausreicht, die über Mittelwasser liegenden Abflüsse in den Wintermonaten im Grundwassersystem zwischenzuspeichern und damit den Wasserhaushalt in den Sommermonaten zu entlasten.


 

Abb. 3: Versickerungsversuch durch Ableiten von Wasser aus der Wulbeck

Wasserhaushaltsmodell

Mit Hilfe des Instrumentariums "Oberflächen-/Grundwassermodell" können für den Grundwasserkörper "Fuhse-Wietze" die Auswirkungen von Klimaänderungen, damit einhergehenden Nutzungsänderungen und Anpassungsmaßnahmen auf den Wasserhaushalt prognostiziert bzw. beurteilt werden.

Für die Entwicklung von Bewirtschaftungsszenarien und Handlungsschwerpunkten werden derzeit mit den Projektpartnern aus FE-3, FE-4 und FE-5.1 Prozesszusammenhänge diskutiert und das weitere methodische Vorgehen abgestimmt.